{"id":283,"date":"2018-03-20T21:30:52","date_gmt":"2018-03-20T19:30:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bg-amtsschimmel.com\/?p=283"},"modified":"2018-03-20T21:44:38","modified_gmt":"2018-03-20T19:44:38","slug":"kapitel-1","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bg-amtsschimmel.com\/?p=283","title":{"rendered":"Kapitel 1"},"content":{"rendered":"<p>Da ja derzeit immer wieder an die \u00d6ffentlichkeit kommt, wie arm und schlecht Kinder behandelt wurden, so m\u00f6chte ich einmal auch dazu Stellung nehmen.<\/p>\n<p>Ich wurde Anfang 1948 im S\u00fcdburgenland in&#160; einem kleinen kroatischen Ort geboren. Ich war der sogenannte Erstgeborene und hatte dann noch eine j\u00fcngere Schwester und einen j\u00fcngeren Bruder. Meine Erinnerung beginnt ca. 1954, Anfang der 1. Klasse Volksschule. Meine Eltern waren beide ungelernte Hilfsarbeiter und mu\u00dften noch die Geschwister vom Haus auszahlen. Mein Vater war einer der ersten, die damals in Wien arbeiteten. Meine Mutter hat mit mir Felder bearbeitet und wir hatten f\u00fcr die Ackerarbeiten einen Pflug und dieser wurde von zwei K\u00fchen gezogen, die ich f\u00fchren mu\u00dfte, dass sie geradeaus gehen und meine Mutter den Pflug hielt. Mit Anfang der Volksschule war ich dann immer wieder im Sommer bei verschiedenen Leuten im sogenannten Dienst und dort mu\u00dfte ich wie vorher erw\u00e4hnt die&#160; Arbeiten mit den K\u00fchen erledigen sowie die K\u00fche auf der Weide beaufsichtigen, da auch meine Mutter im Sommer in Wien gearbeitet hat. Als &lt;&lt;lohn erhielt ich das Essen, zum gr\u00f6\u00dften Teil immer ein Schmalzbrot und am Abend meistens eine Suppe. Am Sonntag gab es auch, nicht immer, ab und zu ein Schnitzel oder einen Schweinebraten. Diese T\u00e4tigkeit habe ich abwechselnd in zwei Ortschaften verrichtet. Meine zwei Geschwister waren noch zu klein und meine Eltern mu\u00dften f\u00fcr Unterbringung bei fremden Leuten zahlen. Ich hatte auch immer wieder Schuldwechsel, je nach dem, wo ich im Dienst war. Meine volksschulischen Erfolge waren sehr d\u00fcrftig, weil gelernt hat nie jemand mit mir.In meinem Ort war es in der Schule so, dass wir eine Lehrerin und Lehrer hatten, die w\u00fcrden heutzutage im Gef\u00e4ngnis sitzen.Z.B. speziell im winter, wo meine Mutter zu Hause war, hat der Lehrer mir eine geknallt, dass ich ein paar Meter weiter geflogen bin und das nicht nur ein Mal. Die Lehrerin w\u00fcrde ich heute als Sartistin bezeichnen. Bei leichten Vergehen in der Schule, mu\u00dfte ich den Daumen und die zwei Finger zu einem Dreieck b ilden und sie schlug mit dem Lineal drauf. In die Kirche gehen, 3 x in der Woche war Pflicht. Knieen mu\u00dfte ich auf einem grob gewebtem Kokosteppich, zum Gl\u00fcck war ich unterern\u00e4hrt und so keinem gro\u00dfen Druck ausgesetzt. Von November bis April&#160; hat meine Mutter nicht in Wien gearbeitet und sie war zu Hause. War f\u00fcr mich aber auch keine gro\u00dfe Erleichterung, denn ich bekam von ihr immer wieder Schl\u00e4ge, auch f\u00fcr die Verfehlungen meiner Geschwister und ich mu\u00dfte nebenbei auch im Volksschulalter Holz hacken&#160; einheizen. Ab und zu wenn wir einen Hasen oder Huhn bekamen, dieses schlachten. Als ich etwas \u00e4lter war habe ich begriffen, dass mich meine Mutter nicht wollte. In meinem Leben hat mit mir niemand nach der Schule gelernt bis ca. 11 Jahre, geschweige denn ein liebes Wort oder eine Geschichte erz\u00e4hlt. Mit 11 Jahren hat mein Vater durchgesetzt, dass ich nach Wien kann und dort die Hauptschule besuchte. Ich war dann in drei verschiedenen Hauptschulen, da ich immer wieder bei anderen Familien f\u00fcr eine Zeit lang untergebracht war. In der letzten Klasse der Hauptschule war ich eine Zeit lang in einem Kinderheim, das von Nonnen geleitet wurde. Das letzte halbe Jahr in der Hauptschule war ich dann bei meiner Mutter, die arbeitet bei einer Friedhofsg\u00e4rtnerei und ich mu\u00dfte ihr nach der Schule hlefen, die Gr\u00e4ber gie\u00dfen, das bedeutete von Montag bis Freitag pro Nachmittag ca. 100 Gie\u00dfkannen anf\u00fcllen und Gr\u00e4ber gie\u00dfen. Ende der Schulzeit mit ca. 14 1\/2 Jahren&#160; suchte mir mein Vater eine Lehrstelle als Mechanikerlehrling und auch ein Untermietzimmer bei fremden Leuten. Ca. 3\/4 Jahr Lehrzeit habe ich diese abgebrochen, weil der damalige Chef hat mich eingeteilt auf der Baustelle, er hat eine neue Halle gebaut, zum Steichen, Zusammenkehren und Hilfsarbeiten leisten. Da mir mein Vater nur das Zimmer zahlen konnte mu\u00dfte ich mit \u00f6S 50,00 Lehrlingsentsch\u00e4digung auskommen. Da das f\u00fcr einen selbst\u00e4ndig aufwachsenden Jugendlichen&#160; mit 15 Jahren zu wenig ist, habe ich zus\u00e4tzlich die Samstage gearbeitet, bei dem damaligen Mechanikermeister. Ich habe die Mechanikerlehre dann abgebrochen und habe mir dann eine Elektrikerlehrstelle gesucht und danach habe ich fast alle Samstage bei meinem Vater auf der Baustelle mitgearbeitet. Vermessungslatte angehalten, Petroleumlampen geputzt und vom Vater seinem Vorgesetzten das Wochenendhaus, dieses war aus Holz, insgesamt innen und au\u00dfen 3 x gestrichen und dann nat\u00fcrlich bedingt auf der Baustelle und in Abbruchh\u00e4usern geschlafen, denn in der Zwischenzeit waren meine Eltern geschieden und ich blieb bei meinem Vater. Ca. mit 17 habe ich die Lehrstelle gewechselt und bei dieser Firma habe ich pro Woche bis zu 25 \u00dcberstunden&#160; gemacht. Denn \u00f6S 10,00 f\u00fcr die \u00dcberstunde waren f\u00fcr mich ein Verm\u00f6gen. Ich habe nat\u00fcrlich in der Zwischenzeit verschiedene Untermietzimmer gehabt, wochenlang von 1\/4 kg Thea und 1 kg Brot gelebt. Etwas besser war dann mein Leben mit 18, als ich meine erste Frau kennenlernte. <\/p>\n<p>Weiter geht es dann mit dem 2. Kapitel.<\/p>\n<p>Da ich immer mehr von verschiedenen Leuten gefragt werde, wie ich die ganzen Angelegenheiten durchhalte, hoffe ich mit diesem Schreiben eine Erkl\u00e4rung zu liefern.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160; <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da ja derzeit immer wieder an die \u00d6ffentlichkeit kommt, wie arm und schlecht Kinder behandelt wurden, so m\u00f6chte ich einmal auch dazu Stellung nehmen. Ich wurde Anfang 1948 im S\u00fcdburgenland in&#160; einem kleinen kroatischen Ort geboren. Ich war der sogenannte Erstgeborene und hatte dann noch eine j\u00fcngere Schwester und einen j\u00fcngeren Bruder. 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